Demenz ist nicht gleich Demenz

Demenz ist keine eigenständige Krankheit. Dieser Irrglaube hat sich lediglich in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Demenz ist ein Oberbegriff für über Krankheiten. Diese haben alle einen Leistungsabfall des Gehirns zur Folge, jedoch unterschiedliche Ursachen.
Bei der Vaskulären Demenz wurden die Gehirnzellen über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend mit Blut versorgt. Das hatte ein Absterben der Zellen zur Folge, was wiederum zur Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Gehirns führte.

Demenz, es gibt über 50 Fälle

Bei der Frontotemporalen Demenz sterben Gehirnzellen im Stirn- und Schläfenbereich ab. Dort werden die Gefühle und das erlernte Sozialverhalten gesteuert. Diese Demenzform äußert sich daher in Veränderungen der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens einer Person. Diese Erkrankung kann auch bei jüngeren Menschen auftreten und ist sehr schwer zu diagnostizieren. Die Lewy-Körperchen Demenz geht meist mit Parkinson Symptomen einher. Die Betroffenen haben häufig Halluzinationen und leiden unter Depressionen. Das kommt durch die Kalkablagerungen in den Zellen, ähnlich, wie bei der Alzheimererkrankung.

Alzheimer, die häufigste Demenzform

Alzheimer ist wohl die bekannteste Form von Demenzerkrankungen. Das liegt daran, dass sie die häufigste Form von Demenz ist, an der die Menschen erkranken. Meist sind nur die älteren Generationen betroffen. Ab einem gewissen Alter lagert sich Kalk im Gewebe des Gehirns ab. Man sagt auch, das Gehirn verkalkt. Die Zellen sterben allmählich ab und das Gehirn verliert an Leistung.


Zunächst äußert sich dies darin, dass man Probleme hat, die richtigen Worte zu finden. Auch das Orientierungsvermögen lässt nach. Mit der Zeit vergisst die betroffene Person immer mehr, bis ihr Gedächtnis schließlich große Lücken aufweist.

Meist wird zunächst das kürzlich erlernte vergessen. Wer seine an Alzheimer leidenden Großeltern schon einmal besucht hat, wird merken, dass diese sich mehr an Ereignisse erinnern, die bereits lange zurück liegen. Neue Informationen lassen sich nur schwer bis gar nicht erlernen. In seltenen Fällen können auch jüngere Menschen an Alzheimer erkranken. Dies hat dann jedoch meist Vorerkrankungen zur Bedingung und kommt, wie erwähnt, nur äußerst selten vor.

Bereits bei den ersten Anzeichen von Alzheimer sollte man einen Fachmann aufsuchen. Dieser kann die Krankheit dann mit Hilfe von Tests diagnostizieren und einen Behandlungs- und Pflegeplan erstellen.


Für Alzheimer gibt es zwar noch keine Heilung, jedoch lässt sich der Verlauf der Krankheit bei frühzeitiger Diagnose beeinflussen. Durch bestimmte Medikamente können die Symptome abgeschwächt oder sogar für einige Zeit beseitigt werden. Dadurch können Alzheimerpatienten ihr gewohntes Leben um ein paar Jahre verlängern und genießen.

 

 

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