Legale Drogen nicht bagatellisieren

Legale „Drogen“ oder berauschende Mittel wie Alkohol, Zigaretten oder auch Badesalze sowie sogenannte Legal Highs bis hin zu „Cannabis“, welches nicht stark unter Strafe steht führen dazu, dass in der Gesellschaft ein Ungleichgewicht in Bezug auf Drogenabhängigkeiten sowie deren Folgen stattfindet. Genau das gilt es nicht zu bagatellisieren.

Geringe Mengen an Cannabis sind bei einer Polizeikontrolle keine Straftat und selbst darüber hinaus werden Verfahren meist eingestellt. Die Grünen kämpfen seit Jahren für eine Legalisierung und auf Rezept gibt es einen hohen THC-Gehalt bereits. Doch genau das ist bei vielen ein Grund anzunehmen, dass Cannabis gar nicht so schrecklich sei, wie man einst befürchtet hat. Dasselbe Prinzip setzt sich mit dem legalen Alkohol als Konsummittel mit berauschender Wirkung frei und sogar beim Nikotin sowie den sogenannten Legal Highs stellen Forscher, Experten, Drogenbeauftragte und Suchtkliniken dasselbe Gedankengut fest. Dies geht aber genau in die falsche Richtung und eine Bagatellisierung ist der falsche Ansatz, um über die Problematiken sprechen zu können.

Legal Highs sind brandgefährlich

Beginnen wir einmal mit den sogenannten Legal Highs. Dabei handelt es sich wahlweise um Badesalzmischungen sowie um Räucherware. So werden sie jedenfalls deklariert und wieso sind diese nicht verboten? Gewisse Inhalte weichen von den Verbotslisten ab, aber sind deswegen nicht minder gefährlich. Viele Jugendliche rauchen die Mischungen und sind bereits gestorben oder in einem komatösen Zustand. Während andere auch Persönlichkeitsveränderungen aufweisen, sich selbst verletzten, wagemutig werden, sich an nichts erinnern können und mehr. Das führt oftmals auch dazu, wieso Badesalze oder Legal Highs in den Drink gemischt werden. Einige Betroffene neigen zudem dazu, sich selber zu verletzten! Hier ist absolute Vorsicht geboten, und wenn Sie diese Produkte bei Ihren Kindern entdecken, klären Sie auf, zeigen Sie auf YouTube einige Videos oder geben viele Artikel mit, damit die Kinder die Gefahren kennen und selber Abstand nehmen.

Den Cannabis Konsum nicht klein reden

Wie viele Politiker reden sich raus damit, dass Cannabis als Schmerztherapie für Krebspatienten hilfreich ist und somit auch ruhig legal sein kann? Natürlich ist Cannabis nicht mit Heroin & Co auf einer Stufe zu stellen, aber eine Sucht bleibt letzten Endes eine Sucht. Auch die Spätfolgen beim Cannabis sind ganz speziell im Hirn zu erkennen. Ein verlangsamtes Denkvermögen stellt sich ein, Herzrhythmusstörungen können ebenfalls auftreten und neben der langsamen Denkgeschwindigkeit sind oftmals auch Patienten zusammenhanglos betroffen. Das Hirn ist einfach nicht mehr das, was es einmal war und an Intelligenz verlieren stark betroffene ebenfalls. Dies zu bagatellisieren und klein zu reden, ist absolut falsch und es geht nicht, dass man die Schmerztherapie für schwer erkrankte Patienten als Vergleich zieht, weil es zwei unterschiedliche Einsatzgebiete sind. Cannabis als Schmerztherapie auf Rezept ja, aber bitte nicht legalisieren, weil die Langzeitauswirkungen enorm sein können.

Alkohol und Tabak nicht außer Acht lassen

100.000 Menschen sterben pro Jahr am Alkoholkonsum und ebenso viele an den Langzeitfolgen des Tabakkonsums. Doch bis auf teurere Preise und Schildchen auf den Zigaretten verändert sich die Gesellschaft hier nur bedingt. Diese Süchte wurden jahrzehntelang geduldet, weil sie eine enorme Steuereinnahmekraft haben, aber deswegen schön zu reden, dass es eine Sucht ist, die tödlich verläuft und viele Krankheiten mit sich bringt samt Persönlichkeitsveränderungen beim Alkohol, geht beim besten Willen nicht. Auch hier muss mehr eingegriffen werden, weil in der Gesellschaft nach dem Motto „ach ist doch nicht so schlimm, jeder trinkt mal zu viel oder raucht“ gehandhabt werden. Das ist ein gesellschaftliches Problem, welches ebenfalls mehr Beachtung finden muss.

Der Drogenkonsum ist schlimm genug, da sind wir uns sicherlich einig oder? Leider gibt es aber auch Drogen oder legale Mittel, die bagatellisiert werden, was das generelle gesellschaftliche Problem im Bezug auf Suchterkrankte und Drogen erschwert. Diese Beispiele sollten Ihnen zeigen, dass auch hier nichts in Ordnung ist, nur weil einiges legal zu bekommen ist oder geringe Mengen an Cannabis ohnehin keine strafrechtliche Relevanz mit sich bringen.

 

 

About: Ariela


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.